Maastricht und Malta in Zusammenarbeit

14. November 2011

fotograaf: Philip Driessen
Malta und Maastricht arbeiten zusammen an einem Plan für das Lancieren gemeinsamer Projekte bis 2019. Hiermit will man auf keinen Fall bis zur endgültigen Ernennung der beiden Städte Maasticht und Malta/Valetta als kulturelle Hauptstadt von Europa 2018 warten. In den nächsten Jahren soll eine handfeste Zusammenarbeit auf den Weg gebracht werden. Gearbeitet wird an Projekten im Bereich der Talentförderung, (religiöser) Traditionen und Volkskultur, ‘artist in residence‘ für Schriftsteller und Musiker, Stadterneuerung und ‘creative industry‘.
 
Diese Pläne sind das Ergebnis zweier Zusammenkünfte von Delegationen aus Malta und Maastricht. Ende Oktober 2011 wurde eine Delegation aus Malta in der limburgischen Stadt willkommen geheißen. Angereist waren der Vorstandsvorsitzende der Stiftung die die Kandidatur Maltas organsiert, David Felice, sowie Adrian Marno, Vorsitzender des maltesischen Kulturrates und Mitorganisator der Kandidatur. Im April 2011 waren Vorstandsvorsitzender Huub Smeets der Stiftung Maastricht Kulturelle Hauptstad 2018 und der künstlerische Leiter Guido Wevers für Gespräche nach Malta gereist.

Malta ist bereits gut vorangeschritten in der Zusammenstellung seines Bidbook. Unter dem Titel ‘V.18, environment for exchanges‘ wird sich die Stadt Valetta mit weiteren Gemeinden und den kleinen maltesischen Inseln an das europäische Publikum präsentieren.
 
Die Zusammenarbeit zwischen den Kandidaten ist eine der Anforderungen die von der Europäischen Kommission an die Bewerber gestellt werden. Vor etwa zwei Jahren wurde bereits durch den damaligen Maastrichter Kulturbeigeordneten Jean Jacobs, David Felice und die maltesische Regierung ein Abkommen unterzeichnet. Diese wurde durch Huub Smeets und den jetzigen Kulturbeigeordneten Jacques Costongs nun bestätigt. 

Malta und Maastricht haben sich darauf verständigt, dass die Zusammenarbeit darüber hinausgehen soll, lediglich eine offizielle europäische Anforderung zufrieden zu stellen. Beiden Seiten ist sehr daran gelegen, um bereichernde und vielversprechende Projekte auf den Weg zu bringen. In der weitergehenden Ausarbeitung der Vorhaben werden auch die euregionalen Universitäten, Fachhochschulen (künstlerische Studiengänge) sowie die Handelskammer eine Rolle spielen. Vertreter der ‘creative industry‘ (Fashion clash u.a.) konnten bereits einen Austausch mit Malta realisieren.